Selbstverteidigung – im Detail

Selbstverteidigung – im Detail

Selbstverteidigung. Obwohl der erste Gedanke meist zu einem ausgefochtenen Kampf schweift, besteht das Training aus sehr viel mehr. Wenn du erfahrene Mitglieder fragst, wie oft sie Kampfkunst im echten Leben anwenden müssen, ist „Selten.“ oder „Nie.“ nicht nur die häufigste, sondern auch die beste Antwort, die du zurückbekommen kannst. Denn: Der Unterricht besteht aus mehreren Aspekten, von denen jeder einzelne seine Daseinsberechtigung in der Selbstverteidigung hat und intensiv trainiert werden muss.

Selbstbewusstsein

Der Name ist Programm. In der Selbstverteidigung erlernt man, sich und seine Mitmenschen im Notfall vor Angriffen schützen zu können. Bestenfalls kommt es zu aber nicht zu so einer unausweichlichen Situation. Üblicherweise suchen Täter Personen aus, die schwächer und weniger durchsetztungsfähig erscheinen, weshalb wir dein Selbstbewusstsein aufbauen und stärken. Wie du auftrittst und was deine Körpersprache anderen zeigt, entscheidet oft darüber, ob eine Situation eskaliert oder friedlich verläuft. Das Wissen darüber, sich im Falle des Falls auch körperlich verteidigen zu können, stärkt dich von innen heraus.

Präventive Achtsamkeit

Hand in Hand mit dem Selbstbewusstsein geht die Kenntnis, mögliche Angreifer identifizieren zu können und Orte zu meiden, die zu bestimmten Zeiten gefährlich werden können. Gerät man trotzdem in eine potenziell gefährliche Ausgangslage, ist der wichtigste Schritt, ruhig und deeskalierend auf den Konfrontierenden einzuwirken. Der beste Schutz vor Verletzungen ist die Vermeidung eines Kampfes. Beobachte deine Umgebung und leite präventive Maßnahmen ein.

Alltägliche Veränderungen

Der Hauptgrund, Selbstverteidigung zu erlernen, ist meist der, sich selbst schützen zu können. Das der Unterricht noch einige Veränderungen mit sich bringt, zeigt sich mit der Zeit. Mit der Stärkung des Selbstbewusstseins werden Ängste und Unsicherheiten kleiner. Unbekannte Situationen lassen sich souveräner meistern und Selbstzweifel werden mit dem Lernerfolg bekämpft. Du lernst, dich gegen dich selbst zu verteidigen. Langfristiges Training macht ruhiger und ausgeglichener, lässt dich disziplinierter und motivierter werden. Du siehst also, dass Kampfsport nicht nur im Unterrichtsraum zur Geltung kommt.

Technik

Wichtige Inhalte sind natürlich und trotz allem Kampf- und Verteidigungstechniken. Wie wehre ich einen Angriff richtig ab, welche Schlagkombinationen wende ich wann an? Welche Taktik setzte ich aus verschiedenen Distanzen und in welchen Situationen ein? Durch Wiederholungen und Erweiterung des Gelernten wirst du entsprechend ausgebildet und kannst dich im Notfall verteidigen. Behalte jedoch immer im Hinterkopf, dass dies nur angewendet werden soll, falls ausweichen und deeskalierend einwirken nicht mehr möglich sind!

Fazit

Du siehst also, hinter Selbstverteidigung steckt viel mehr, als es der Name vermuten lässt. Die Kombination aus allen Aspekten ist es, die den Unterricht so vielseitig und lehrreich macht.

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